Frag doch mal...

NET-Metrix erhebt jährlich über 100‘000 Interviews und befragt die Schweizer Bevölkerung nach ihrem Internetnutzungsverhalten. In dieser neuen Rubrik stehen nun Mitarbeiter, Kommissionsmitglieder oder Partner Rede und Antwort und gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Heute beantwortet Livia Stirnimann, Project Manager User Research, seit 5 Jahren bei NET-Metrix, Fragen zu ihrer Arbeit und ihre digitale Welt.

Welche Funktion hast du bei NET-Metrix? Was sind deine Hauptaufgaben?
Ich bin Project Manager User Research und betreue in dieser Funktion die Grundlagenstudie zur Internetnutzung NET-Metrix-Base. Fragen zum Online-Auswertungstool von Kunden wie auch Anfragen von Studierenden und Journalisten zu unseren Daten landen bei mir. Zudem bin ich verantwortlich für den Newsletter, fürs Medienmonitoring und die übrigen Marketingaktivitäten.

Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Die Themen des Internets wie Mobile, Streaming, Social Media oder Online-Shopping finde ich sehr spannend und betreffen mich und mein Umfeld direkt. Auch gefällt mir die Abwechslung: Neben zahlenlastigen Kontrollen und Analysen bin ich auch viel am Texten und Redigieren. Die Teilzeitstelle bei NET-Metrix ist die ideale Ergänzung zu meinem Dasein als DaZ-Lehrerin (Deutsch als Zweitsprache), in deren Funktion ich ganz anders herausgefordert werde. Durch den Kontakt mit fremdsprachigen Kursteilnehmenden ist meine interkulturelle Kompetenz sowie mein deutsches Sprach- und Grammatikwissen gefordert.

Wie online ist deine Welt ausserhalb von NET-Metrix?
Sehr online – mein Smartphone ist immer mit dabei: Die Kommunikation mit Freunden und Familie läuft hauptsächlich über WhatsApp, der Einkauf für zu Hause wird über die App Bring! organisiert, Zug- und Busverbindungen schaue ich fast täglich nach und während dem Deutschunterricht schlage ich oft mal was nach auf duden.de. Ich bin eine begeisterte Podcast-Nutzerin und schaue am liebsten englischsprachige Serien, wann und wo ich will. Mit dem Tablet surfe ich gerne im Internet, bestelle Kleider, elektronische Geräte oder Geschenke online. Neu habe ich TWINT auf meinem Smartphone installiert, aber noch nicht ausprobiert. Bin aber überzeugt, dass es mir meinen Alltag erleichtern wird.

Interessierst du dich für neue Devices wie Smart Watches oder Virtual-Reality-Brillen? Wie schätzt du die Entwicklung ein?
Grundsätzlich ja, auch wenn ich vor allem ein User-Verständnis davon habe und es mir wichtig ist, dass die Devices so intuitiv wie möglich genutzt werden können. Bei Neuanschaffungen macht mein Partner die Recherchearbeit und macht mir dann darauf basierend einen Kaufvorschlag. Bald besitze ich eine Fitbit-Uhr.

Virtual-Reality-Brillen habe ich schon einige Male im Rahmen des Fantoche (Animationsfilmfestival in Baden) getestet und bin fasziniert von den Welten, in die man da eintauchen kann. Für den Heimgebrauch finde ich die Brillen aber noch zu teuer und ich denke, dass es nur einen kleinen Teil der Bevölkerung anspricht – die angefressenen Gamer.

Ich vermute eher, dass digitale Assistenten wie Siri, Google Assistant oder Alexa massentauglich werden. Durch die Sprachsteuerung können Such- und Wetterabfragen oder Einkäufe getätigt werden; Musik wird über einen Sprachbefehl gestartet; auch Lampen, Kaffeemaschinen oder Storen können darüber gesteuert werden. Da warte ich aber noch ein paar Jahre mit der Anschaffung, bis sich das System noch weiter verbessert hat.