Printer Friendly, PDF & Email

Frag doch mal...

NET-Metrix erhebt jährlich über 100‘000 Interviews und befragt die Schweizer Bevölkerung nach ihrem Internetnutzungs-Verhalten. In dieser neuen Rubrik stehen nun Mitarbeiter, Kommissionsmitglieder oder Partner Rede und Antwort und gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Den Anfang macht Andreas Stopper, Head of Traffic Measurement, seit über 8 Jahren bei NET-Metrix.

Welche Funktion hast du bei NET-Metrix? Was sind deine Hauptaufgaben?
Als Head of Traffic Measurement trage ich die Gesamtverantwortung für die Erhebung, Zertifizierung und Publikation der Traffic-Daten von Web- und Mobile-Angeboten für unsere Traffic-Studien NET-Metrix-Audit und NET-Metrix-Mobile. Gemeinsam als Team – bestehend aus Projektleitern und Technikern – unterstützen wir unsere Kunden bei der Umsetzung unserer technischen und reglementarischen Anforderungen. Wir stellen sicher, dass der Traffic vollständig und korrekt gemessen wird, prüfen und zertifizieren die Daten und entwickeln unsere technischen und reglementarischen Bestimmungen weiter.

In der Arbeitsgruppe Traffic Measurement bringen sich Marktvertreter ein, um die unterschiedlichen Marktbedürfnisse abzuholen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Hauptziel dabei ist die Traffic-Messung über möglichst aller Content-Kanäle nach gleichen Bedingungen, so dass dem Markt vergleichbare Daten zur Verfügung gestellt werden können.

Was ist die grösste Herausforderung dabei?
Alle Kunden wollen zertifizierte und damit vergleichbare Daten. Während meiner langjährigen Tätigkeit haben unterschiedliche Trends die Arbeit beeinflusst. Diese stete Weiterentwicklung erlebe ich als sehr spannend, beinhaltet sie für NET-Metrix das ganze Paket an technischen, methodischen, reglementarischen und nicht zuletzt auch organisatorischen Fragestellungen.

Die zunehmende Content-Ausweitung auf unterschiedliche Channels haben die Kontrollaufwände in den letzten Jahren jedoch massiv erhöht und erfordern immer häufiger eine Erweiterung der bestehenden Bestimmungen. Die Erfüllung von kunden- und marktbezogenen Anforderungen im technischen und reglementarischen Rahmen der NET-Metrix ist eine ständige Herausforderung.

Deshalb erachte ich die Kundeneinbindung mittels Kommissionsarbeit als sehr wichtig. Aber es gelingt nicht immer, alle Marktteilnehmer vollumfänglich zufriedenzustellen, da die Bedürfnisse sehr unterschiedlich ausfallen.

Wie online ist deine Welt ausserhalb von NET-Metrix?
Meine private digitale Welt setzt vor allem in Sachen News, Shopping, Reisen und Finanzen in irgendeiner Form Internet voraus und geschieht immer häufiger auch via Smartphone. Hier zähle ich mich zur breiten Masse. Nicht repräsentativ dürfte hingegen meine Social-Media-Nutzung sein, welche sich fast ausschliesslich auf Business-Netzwerke beschränkt. Da ich Facebook & Co. nicht nutze, galt ich meinem weniger engen persönlichen Umfeld auch schon als verschollen.

Hinsichtlich Streaming und TV falle ich möglicherweise (noch) etwas aus dem Rahmen, da ich seit einigen Jahren keinen klassischen TV-Anschluss mehr besitze, sondern mittels Internet-TV-Abo sehr selektiv Inhalte auf verschiedenen Screens konsumiere. In Sachen Mobilität schätze ich nebst digitalem Ticketing auch internetbasierte Navigations- und Routenplanungstools; und das nicht nur bei Autofahrten, sondern seit einiger Zeit auch auf meinem Bike.

Interessierst du dich für neue Devices wie Smart Watches oder Virtual-Reality-Brillen? Wie schätzt du die Entwicklung ein?
Ich bezeichne mich als technikaffin und komme berufsbedingt mit neuen Technologien und Devices in Kontakt. Hier tut sich eine spannende Welt auf, wobei sich nicht jeder Trend zu einem Massenphänomen etabliert: So hat die Internetnutzung via Smart Watches oder TV-Apps – bis jetzt zumindest – nicht die ganz grosse Masse erreichen können. Auf der anderen Seite staune ich, wie rasch gewisse Entwicklungen als selbstverständlich empfunden werden, auch wenn sie sich, wie bspw. die mobile Internetnutzung, in der heutigen Form erst seit ein paar Jahren wirklich etabliert haben.

Da die Digitalisierung bereits heute einen grossen Einfluss auf unseren Alltag ausübt, gehe ich davon aus, dass in den Bereichen Internet of Things und Virtual Reality aber auch Mobilität spannende und einschneidende Veränderungen auf uns zukommen werden.